Landesliga Süd: SV Gersweiler – SV Rockershausen 1:4 (1:2)

Zuschauer: 130

SVG ideenlos bei Heimpleite

Völlig zu Recht gelang dem SV Rockershausen auch in Gersweiler der Sieg. Bereits das Hinspiel hatte der Aufsteiger für sich entschieden, damals glücklich, nun aber vollauf verdient. Zwar war der SVG nach gutem Beginn früh in Führung gegangen, doch dann war urplötzlich die Luft raus und einigermaßen mühelos kam der Gast zu einem deutlichen Derbyerfolg.

„Holl doch e Kaschde! Du schleppsch Dich doch noch dod mei Gudda!“ Es war ein bisschen Dampf auf dem Kessel auf der gut besuchten Ehemaligen-Tribune vor Werners Bude, da musste man kreativ sein und gute Ratschläge geben.

Gut rein fanden die Grün-Weißen ins Heimspiel, fanden mit ihrem ersten echten Abschluss sogleich das Ziel. Julian Holderried köpfte überlegt zur Führung ein (6.). Alles lief scheinbar nach Plan, die Heimelf am Drücker und sie blieb erst mal dran.

Fast hätte der umtriebige Julian Holderried mit einem Pressball das Ziel gefunden, knapp hinter das Tor plumpste die Kugel (10.). Allzu ansehnlich war der Kick nicht, viel war dem Zufall überlassen. Pech hatte Alexander Tiepelt kurz darauf, eine schöne Hereingabe von Dennis Peters sprang ihm in aussichtsreicher Position über den Schlappen (13.). Doch das war es dann schon mit der Gersweiler Herrlichkeit.

Eine allererste Ecke der Gäste segelte vor den von Benjamin Lichter gehüteten Gersweiler Kasten. Unbehelligt von paralysierten SVGlern durfte Florian Heuser den Ausgleich der Gäste köpfen (14.). Schon im Hinspiel war das Siegtor auf genau die gleiche Art und Weise gefallen, das war unbedingt zu verteidigen.

„Wieso häbe die dann imma de Arm beim Eckball?“ - „Mache se in de Bundesliga ach, vielleicht desweje!“ - „Nä, in de Bundesliga zeije se die Tatoos rum die Deppe!“

Das Spiel nun ausgeglichen, der SVG hatte den Anfangsschwung nicht mitgenommen und ließ kommen. Beinahe wäre ein Versuch der Gäste aus gut und gerne vierzig Metern hinter dem weit vor seinem Gehäuse stehenden Benjamin Lichter gelandet, knapp daneben (23.).

Es fehlte an Bewegung im Spiel der Heimelf. Zu statisch die Abläufe, meist wurde mit hohen Bällen operiert, Spielfluss kam so keiner zu Stande.

Urplötzlich lag der Ball dann doch im Tor, gut hatte sich der SVG durchgespielt und Alexander Tiepelt vermeintlich die erneute Führung erzielt (35.), aber zum wiederholten Male wurde vom Schiedsrichter auf Abseits entschieden. Eine falsche Entscheidung, so auch die einhellige Meinung Rockershauserner Zuschauer nach dem Spiel.

Insgesamt ziemlich unansehnlich der müde Novemberkick, der sich dem tristen Herbstwetter anpasste. Man musste sich etwas einfallen lassen: „Aweil han ich de Glühwein vaschluggd!“ - „Dofier issa jo ach do glaab ich!“

Der Schiedsrichter hatte offenbar noch nicht genug, setzte noch einen drauf und sorgte damit für wilde, wenngleich vergebliche Gersweller Proteste. Glasklar und für alle ersichtlich im Abseits spielte Rockershausen sich durch und traf unbehelligt zur Führung (40.), die bis zur Pause Bestand haben sollte, da den Einheimischen nichts mehr einfiel bis dahin. Zu ideenlos deren Spiel, zu emotionslos zudem.

Lebendiger die Randerscheinungen: „Soll ich noch Glühwein bringe, willsch Du ach ähna?“ - „Näh! Dovunn han ich e moh e Blutsturz gehadd, bring mir e Bier!“

Es musste wieder deutlich mehr kommen beim SVG. Eine erste Ecke nach Wiederbeginn legte Felix Nimmrichter raffiniert in den Rückraum, leider konnte Alexander Tiepelt von der aufmerksamen Defensive der Gäste geblockt werden. Nächste Ecke. Auch die brachte Gefahr, übergreifend konnte der Torwart zum Eckendreier klären. Leider zog nach dieser Philipp Gales den Kopf ein, da war mehr drin gewesen (51.).

Reihenweise nun Standards und wieder das alte Lied, man macht viel zu wenig daraus. Erneut fand ein solcher Ball zu einem SVGler, leider blieb Alexander in der nun 11 x 2 beinigen Abwehr hängen, fand den Durchschlupf nicht (53.).

Mit relativ einfachen Mitteln hielten sich die inzwischen massiv verteidigenden Gäste den SVG vom Leib, dem nichts einfiel, um für echte Gefahr zu sorgen. Die Partie mit dem Sexappeal eines Keuchheitsgürtels zwischenzeitlich.

Endlich einmal legten die Grün-Weißen dann einen guten Angriff auf die künstliche Wiese, hatten sich stark durchgearbeitet, doch Marvin Bickendorf hielt sowohl gegen Alexander Hank, als auch gegen Alexander Tiepelt in überragender Manier (66.).

Eine gute Umschaltmöglichkeit nach einem der höchst seltenen Vorstöße der Gäste vermurksten die Jungs des SVG leider. Im Rücken von Julian Holderried und Philipp Gales landete der Querpass von Alexander Tiepelt (70.).

Die halbherzigen Versuche der Heimelf fanden nicht zum Ziel, dem Unterfangen Ausgleich wurde alsdann ein jähes Ende gesetzt. In einen unzureichend abgesicherten Konter lief man, Kevin Ursprung konnte ungehindert auf 1:3 stellen (78.). Im gleichen Stil durfte sich Nico Alber bedienen und den Endstand von 1:4 aus Sicht des SVG erzielen (81.). Jetzt war es richtig bitter geworden.

Ein sehr ernüchternder Nachmittag war dies für den SVG, der schlecht und zudem ohne echte Körpersprache agierte. Es fehlte an allen Ecken und Enden und guter Rat ist nun teuer.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 03. Dezember um 14:30 Uhr in Altenwald

SV Gersweiler:

Benjamin Lichter - Moritz Frank-Meuren – Marvin Löscher – Philipp Gales – Julian Holderried – Dennis Peters – Alexander Hank – Yannick Schneider – Felix Nimmrichter – Victor Raab – Alexander Tiepelt

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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