Landesliga Süd: SV Gersweiler – SC Altenkessel 6:2 (3:0)

Zuschauer: 110

Klarer Derbyerfolg gegen schwache Gäste mit Albrecht-Fünferpack

Ali Nimmersatt futterte sich durch die völlig überforderte Abwehr des SC Altenkessel, der einen erschreckend schwachen Gegner abgab. Der SVG spielte dabei noch nicht einmal wirklich beeindruckend auf, lebte überwiegend von hohen Bällen und Standardsituationen. Diese allerdings offerierten jede Menge Gefahr und sorgten für heilloses Durcheinander in der Defensive der Gäste.

Einige FC-Fans waren von der Spitzenpartie der Kreisliga A Südsaar im Oktober goldenen Rund des Waldstadions verblieben. Man ließ es sich gut gehen, nicht nur am dicht bevölkerten Holztisch. Unangemessene Beiträge wurden dabei eiskalt abgekanzelt: „Der do unne had e Ball vaschluggd!“ – „Do laafe noch meh devun rum. Un lehn Du Dich bessa nid se weid aussem Finschda!“

Nach fünf lahmen Anfangsminuten musste Lukas Gockel bei einem Freistoß der Gäste ran, packte die Kugel sicher und wurde von einem nachsetzenden SCAler mit gestrecktem Bein attackiert. Eine völlig unnötige Aktion und nicht die einzige dieser Art, denn die Jungs von der falschen Saarseite agierten ruppig in der Frühphase der Begegnung, wollten offenbar dem SVG so den Schneid abkaufen.

Victor Raab wurde Opfer einer dieser Attacken  und mit sinnlich grober Grätsche gestreckt (12.). Der resultierende Freistoß mündete letztendlich in einen Eckball. Dieser fand zu Jens „Ali“ Albrecht und landete per Kopfstoß im Kasten (14.). Die Führung für den SVG nach dem behäbigen Auftakt, von den Mecker-Routiniers am Runden Tisch nicht unkommentiert: „Do hannse denn mim Rollador vorne naus gefahr und do hadda rischdisch gestann!“ – „Sah em das noher mo!“

Einen klasse Angriff brachten die Gersweiler Jungs schließlich nicht präzise genug vors Gehäuse, die Flanke zu hoch für Victor Raab, die Passagen davor aber sehr flüssig durchexerziert (22.). Ansonsten wenig Spielwitz zu erkennen. Viele hohe Bälle segelten über das Mittelfeld. Etwas behäbig die Veranstaltung. Der SCA muckte gar kurzfristig auf. Sehr kurzfristig. „Die genns nid uff. Die mache so lang bisse uns ähna gemach han!“ – „Nä, mir mache so lang!“

Dem Treiben ein Ende setzte erneut Jens Albrecht, der wiederum mit dem Kopf zur Stelle war und auf 2:0 stellte (28.). Dennis Peters hätte nach einer pfiffig flach in den Rückraum gespielten Ecke um ein Haar den nächsten Treffer nachlegen können, wenige Zentimeter ging sein Schlenzer nur fehl (32.).

Beim dritten Tor des SV Gersweiler hatten die Zuschauer eine Art deja vu. Eine Ecke segelte durch den Strafraum und Jens Albrecht musste bloß noch dankend einnicken (34.). Das war mal ein raffiniertes Strickmuster. Die Klärungsversuche der tapsigen gegnerischen Defensive hatten dabei eine ähnliche Erfolgsquote wie die Fertigstellung des Berliner Flughafens oder des Ludwigsparks.

Seinem Hattrick hätte der Gersweiler Spielertrainer beinahe noch einen weiteren Treffer in Abschnitt eins folgen lassen. Sich durchwurstelnd blieb er im letzten Moment an einem Störenfried des SCA kleben (40.). Einen wieder flach in den Rücken der Abwehr gespielten Eckball traf Julian Holderried alles andere als optimal, verzog adrett mit krummer Flugkurve (41.). Kurz vor dem Pausenpfiff durfte dann auch Lukas Gockel seine Aufenthaltsberechtigung nachweisen als er eine starke Direktabnahme des SCA aus dem Winkel fischte mit toller Parade. 3:0 der Halbzeitstand nach einseitiger Vorstellung ohne echten Glanz.

Zeit sich der Falschmeldung des dritten Gersweiler Treffers durch den Stadionsprecher zu widmen. Wo ein Finger in die Wunde gelegt werden kann wird die Gelegenheit umgehend genutzt: „Was hadden des Stadionsprecha schun gedrung? De Meggi flankt un machd ne dann grad selwa?“ – „Jo, hie krinn die meischde nix meh mid, is ze frieh losgang heid!“

Den Anpfiff der zweiten Halbzeit hatten anscheinend nicht alle SVGler mitbekommen Ein tüchtiges Kuddelmuddel im Strafraum hätten die Gäste fast nutzen können. Fast (48.). Drei Minuten darauf eine ähnlich wirre Aktion in der Defensive des SVG. Was sollte das gerade werden?

Jens Albrecht wurde es zu bunt, über rechts tankte er sich durch, sein Schuss wurde gerade noch abgeblockt (55.). Gleich darauf kam er wieder über die rechte Flanke, seine hohe Hereingabe köpfte Mexhid Kadrija in leichter Abwandlung des vertrauten Strickmusters zum 4:0 ein (57.). Die SCA Abwehr ein Torso.

„Lass doch grad de Fritz die Ansache mache, der brach ach käh Mikro defier!“ – „Der soll brudschle de Öschi!“ Dem Gersweiler Edelfan oblag heute die Unterstützung der Kulinarikabteilung bei dem stattlichen Andrang.

Maunel Kiefer blieb dann verletzt liegen, musste vom Platz gebracht werden. Hoffentlich ist nichts Schlimmeres passiert. (61.). Gute Besserung!

Alexander Tiepelt versuchte es nach einem der zahllosen hohen Bälle mit mutiger Direktabnahme. Über dem Zaun zog der Versuch von dannen (66.). Das Spiel nicht allzu attraktiv, Kochrezepte und Telefonnummern von Köchen und Metzgern wurden ausgetauscht.

Urplötzlich offenbarte sich Alexander Tiepelt eine neuerliche Torgelegenheit. Eine richtig dicke zudem, doch frei stehend vergab er diese (72.). Da sich sonst keiner so richtig darum kümmerte machte es der Gersweiler Spielertrainer halt selber, zimmerte einen Ball mit Schmackes ins lange Eck zum 5:0 (72.).

Die Abgedrifteten Sonntagsausflügler gänzlich unbeeindruckt: „Nächsch Wuch in Walwaschhofe gebbds hoffentlich widda Köfte!“ –„Näh, die sin umgezoh un ma spille gar nid geje Kandil!“ Die leckeren Fleischklopse der Freunde vom FC Kandil hatten nachhaltig Spuren hinterlassen.

Auf dem Grün durfte vorübergehend sogar der SCA Spuren hinterlassen wurde von den Gersweiler Jungs zu zwei Treffern eingeladen. Einladung jeweils dankend angenommen (82., 86.). Wo man gerade gedanklich bei Kandil war, warum nicht gleich ein kandilesker Spielverlauf...

Nix da. Jens Albrecht setzte den Schlusspunkt. Fünferpack und der Endstand von 6:2 (91.). Deutlich zu schwach waren die Altenkesseler. Dem SVG genügte eine durchschnittliche und unspektakuläre Leistung um die Gäste mit einem halben Dutzend auf die Heimreise zu schicken. Weiter im Text, Punkte müssen her! Den Tränkensäuberern zum Wohlgefallen.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 28. Oktober um 15 Uhr in Walpershofen

SV Gersweiler:

Lukas Gockel – Moritz Frank-Meuren – Torsten Büchel – Alexander Hank – Manuel Kiefer (Denny Noor) – Julian Holderried (Yannick Schneider) – Dennis Peters – Victor Raab (Mesut Kaynak) – Alexander Tiepelt – Mexhid Kadrija – Jens Albrecht

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

 

 

 

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