Landesliga Süd: FV Püttlingen – SV Gersweiler 1:3 (0:1)

Zuschauer: 110

Mühseliger aber verdienter Sieg auf dem Jungenwald

Auf der ungeliebten Roten Erde konnte der SVG einen Arbeitssieg gegen respektabel wehrhafte Gelbe Husaren einfahren. Einmal mehr war Jens Albrecht mit einem Doppelpack der Torgarant. Spielerisch war auf diesem Untergrund nicht viel zu erwarten, Grün-Weiß nahm die Situation an, traf zum jeweils richtigen Zeitpunkt und hatte letztendlich den nächsten Dreier auf der Habenseite.

Ereignisarm die Anfangsphase vor in großen Teilen eingeschnappten Gersweiler Veteranen: „Die han hie allen Ernschtes echt nur Bitburja!“ - „Meh brache mir jo nid!“ - „Weichbiertringa! Ich schnappa ma aweil e Weizen, das hannse immahin!“

Früh verletzte sich Manuel Kiefer, musste bereits nach knapp zwanzig Minuten durch Kevin Reuter ersetzt werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Kick gerade dabei immer hektischer und unansehnlicher zu werden. Püttlingen gab einen garstigen und widerspenstigen Kontrahenten, der SVG hatte Probleme auf dem holperigen Untergrund zu seinem Spiel zu finden. Ungewohnt viele Stockfehler waren zu verzeichnen, kein Augenschmaus das ganze.

Nach einer halben Stunde erlief sich der aufmerksame Püttlinger Torwart ein steiles Zuspiel von Daniel Reinhardt eben noch vorm durchgestarteten Kevin Reuter, mehr gab es bis hierhin nicht zu vermelden in Sachen Torgefahr. Jens Albrecht feuerte wenig später (34.) aus der Drehung deutlich über den Kasten in die Hecken.

Unwirtlich auch die äußeren Bedingungen auf dem zugigen Jungenwald: „Is das kald do un de Manne stehd ach noch mid de gefiddade Badeschlappe do rum!“

Für zwischenzeitliche Belebung sorgten eine Reihe etwas eigenartiger Pfiffe des Unparteiischen, der sich von beiden Parteien ein paar Nettigkeiten ob dessen anhören durfte. Doch dann war es endlich soweit, Jens Albrecht gab nach einem sehr sehenswert vorgetragenen Angriff den Dosenöffner und finalisierte zur Führung für den SVG (38.). Richtig stark gespielt war das und flüssig durchkombiniert.

Kurz vor dem Gang in die Kabinen hätte es dann fast auch im Gersweiler Gehäuse eingeschlagen, aus kurzer Distanz und klar im Abseits stehenden jagte ein Püttlinger Akteur die Kugel ins Außennetz (44.).

„Halb Schicht odda was?“ - „Jo, un nur Bitburja, is mir langweilisch!“ - „Am beschde mache ma denne mo jetz noch zwei das Ruh is!“ - „Mach drei, meins is ach leer!“

Verbessert das Angriffsspiel des SVG in Abschnitt zwei. Die Grün-Weißen machten nach Wiederbeginn ordentlich Druck, schnürten die Gastgeber phasenweise in deren Hälfte ein. Nach einem zügigen Angriff versprang Daniel Reinhardt der Ball auf dem hinterhältigen Acker, seine Flanke ging fehl, fand nicht zum gut stehenden Jens Albrecht.

„Stell da vor Du bischd Doormann un de Zeugwart gebbd da e Trikot un das sid so aus!“ Der Torwart der Heimelf in allerdings fragwürdig Magenta pigmentiertem Antlitz…

„Gligg gehadd! Er had noch ähni Wurschd, die hadda fier mich uffgelehd aweil!“ Das wäre dann allerdings der Horrorszenarien für die Reisegruppe zu viel gewesen. Muss man erst mal alles verkraften.

Etwas mehr als eine Stunde war von der Uhr, als die Zuschauer ihren Hingucker bekamen. Daniel Reinhardts Eckball eher missglückt, doch auf Umwegen landete die Kugel bei Mexhid Kadrija, der sich mit feinem Kabinettstückchen durchsetzte und mit Schmackes super einlochen konnte (62.).

Eine gute Flanke von Daniel Reinhardt fand dann Jens Albrecht, der hier jedoch vom Schiedsrichter Abseits gesehen wurde (67.). Zu allem Überfluss ließ man nun auch Püttlingen zu Chancen kommen. Lukas Gockel musste sich gleich zwei mal mit top Reaktionen auszeichnen, noch war die Angelegenheit nicht ganz in trockenen Tüchern.

Jens Albrecht setzte einen pfiffigen Lupfer knapp am langen Eck vorbei (70.), Mexhid Kadrijas top aus dem Lauf geschlagenen Flanke geriet ein wenig zu sehr in den Rücken von Jens Albrecht, Püttlingen konnte klären (73.).

Wieder hatte sich dann Jens Albrecht durch getankt, wurde im Sechzehner im letzten Moment gedoppelt und des Spielgeräts entledigt (80.). Ein zähes Werden.

Kapitän Alexander Hank, der ein sehr engagiertes und kämpferisches Spiel zeigte, konnte sich mit schöner Einzelaktion durchsetzen, sein Abschluss mit Links dann der Schwamm-Drüber-Rubrik zuzuordnen (83.).

Den Deckel drauf machte der Torversteher. Jens Albrecht traf abgeklärt und souverän ins Lange Eck (90.). Mit dem sich unmittelbar anschließenden Gegentor konnte man entspannt umgehen, diesem folgte umgehend der Schlusspfiff.

Ein Arbeitssieg stand damit zu Buche. Pflichtprogramm angesichts der erfolgreichen Konkurrenz.

Nächstes Spiel: Ostermontag, den 22. April um 15 Uhr gegen SV Rockershausen

SV Gersweiler:

Lukas Gockel – Marvin Löscher – Torsten Büchel – Manuel Kiefer (Kevin Reuter (Moritz Frank-Meuren)) – Alexander Hank – Dennis Peters – Julian Holderried (Fabio Jastram) – Yannick Schneider – Mexhid Kadrija – Daniel Reinhardt – Jens Albrecht

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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