Landesliga Süd: SV Gersweiler – SV Rockershausen 8:0 (3:0)

Zuschauer: 150

Ali – Zeit im Waldstadion: Zweihundertster Treffer für den SVG

Mit einer satten Packung wurden die Gäste im Derby bedacht. Acht Tore musste der SV Rockershausen verdauen, darunter deren vier durch den Toptorjäger der Liga. Jens Albrecht war einmal mehr der Torgarant, erzielte beim Führungstor seinen zweihundertsten Treffer in einem Pflichtspiel für den SVG. Eine bärenstarke Statistik ohne Vergleich.

„Gummo! De Miniwumms un de Sascha hugge do wie die 2 alde vun de Muppets!“ - „So etwa han ich ma das vorgestelld!“ Inmitten der Zuschauer mit hübsch beschlagenen Kaltgetränke in den Pranken waren zwei in der Halbzeit ausgeschiedene Akteure auf den Bänken drapiert.

Ohne ihren erkrankten Trainer Ralf König waren die Gäste im Waldstadion angetreten. Diesem gelten von Seiten des SV Gersweiler die besten Genesungswünsche. Komm schnell wieder auf die Beine Ralf!

Das Spiel hatte noch nicht richtig begonnen, jedenfalls für den SVR nicht, da mussten diese schon den ersten Gegentreffer bedauern. Jens Albrecht war mit seinem Jubiläumstreffer im Nachsetzen erfolgreich, steuert nun unaufhaltsam seinem insgesamt fünfhundertsten Pflichtspieltor entgegen. Unnachahmlich der „Lange“.

Die Frage „Noch e Bier?“ wurde am Runden Tisch gerade glänzend und einstimmig mit „Ja!“ beantwortet, da war auch schon wieder Zeit sich zuzuprosten. Mexhid Kadrija war mit dem zweiten Treffer ebenfalls sehr zeitig dran (7.). Ohne Sperenzchen hatte der SVG Fahrt aufgenommen und schon jetzt war klar wohin die Partie zu steuern gedachte. Für manchen war das alles mal wieder viel zu schnell: „2:0? Das is nid eija Ernschd, ich han schun widda nix gesiehn, immer der gleiche Mist!“

Haushoch überlegen die Grün-Weißen. Von einem zuletzt durchaus als Angstgegner einzustufenden Kontrahenten war Rockershausen an diesem Ostermontag weit entfernt. Mexhid Kadrija kam nach etwas mehr als einer halben Stunde in guter Position zum Kopfball, dieser verfehlte jedoch deutlich sein Ziel.

Dann rummste es ordentlich. Daniel Reinhardt hatte sich sehr gut aufgedreht, war noch zwei Schritte gelaufen und hatte die Kugel aus großer Distanz ins Dreieck gehämmert. Ein Sahnestück dieser Treffer. Angeregt wie das Spiel auch der Stehtischpalaver: „Du bisch jo kalkbraun!“ - „Un Du saubleed!“

Ein einigermaßen absurder Abseitspfiff unterband den womöglich nächsten Treffer für den SVG. Jens Albrecht wurde fälschlicherweise zurückgepfiffen (26.). Insgesamt kam die Angelegenheit nun deutlich bedächtiger daher. Die Mannschaften genossen in stillem Einvernehmen die Sonne, alle Zuschauer hatten das offenbar nicht so gehandhabt: „Ich han gemend Du warsch in Südafrika. Das do sid ehr aus wie wenn de am Nordpol warsch!“

Nach 35 Minuten musste sich Lukas Gockel ein erstes Mal und nur auf Verdacht lang machen. Ein Schuss der Gäste strich am Pfosten vorbei. Dann pfiff der Schiedsrichter erneut Abseits, auch diese Entscheidung sehr eigenwillig (41.). Mexhid Kadrija pfefferte kurz vor dem Pausenpfiff noch an den Außenpfosten und sich anschließend in den Fangzaun, dass es nur so schepperte. Mit einem klaren 3:0 wurden die Seiten gewechselt.

„Es missd jetz eijendlich glei Halbzeit sin...“ - „Jo Manne, die Spieler sin schun fasch in de Kabin!“

Es wurde handfester in Sachen Gesprächsthemen: „Ich bin aweile glaawisch sexuell beläsdischd gen!“ - „Das glaabschde awwa selwa nid!“

Bis zur 50. Minute musste der Anhang auf das nächste Tor warten, Kevin Reuter hatte mit links auf 4:0 gestellt. Sein Trainer scheiterte wenig später an sich selbst, vergab eine dicke Einschussmöglichkeit, ein seltenes Phänomen. „Das do war die Ähnfachschd dieja seledschd gehad had!“ - „Un debei issa dissmo sogar hochgehopsd!“

Die Begegnung völlig einseitig, einzig die Höhe des Sieges blieb noch fraglich. Es standen die wildesten Minuten ins Haus, drei an der Zahl (61., 62., 63.), garniert von drei Treffern! Zuständig der Sonderbeauftragte: Jens „Ali“ Albrecht, der traf wie er wollte. Oder etwa doch nicht? Es gab nämlich noch einen Elfmeter obendrein für den SVG. Diesen schuchelte der Lange dem Torwart in die Arme, von allen Seiten hämisch bedacht denn: „E Kaschde Langer! Das hädschde mo bessa gelass!“ Es blieb bei den Treffern Nummer 201 bis 203.

Plötzlich dann doch einmal die Gäste offensiv zu Gange. Gleich zweimal sogar und nicht von schlechten Eltern. Der SVG hatte die Defensive nun außer Acht gelassen, der SVR vergab die beiden dicken Chancen jeweils knapp (71., 72.). Derweil war ein Großteil der Versehrtenschar vor der Bude noch eine Bambussprosse vom hyperglykämischen Schock entfernt. Es musste was passieren.

Die verbleibenden Spielminuten gehörten dann wieder ausschließlich der Heimelf. Jens Albrecht vergab noch zwei passable Möglichkeiten, es war Daniel Dreßler mit technisch feinem Kopfballlupfer vorbehalten den Schlusspunkt zu setzen (80.). Die Siegesserie wurde mit diesem Kantersieg fortgesetzt, gerne darf dieses Konzept auch weiter beibehalten werden. Muss es sogar bei genauer Betrachtung.

In der kommenden Woche sieht sich der SV Gersweiler nun mit der größtmöglichen Herausforderung konfrontiert. Der Gang nach Auersmacher zum Spitzenreiter Auersmacher 2 steht auf dem Programm. Am „Weißen Sonntag“ darf die Reisegruppe gerne möglichst üppig ausfallen. Auf geht’s an die Obere Saar!

Nächstes Spiel: Sonntag, den 28. April um 16:45 Uhr in Auersmacher

SV Gersweiler:

Lukas Gockel – Marvin Löscher – Torsten Büchel – Alexander Hank (Daniel Dreßler) – Fabio Jastram – Dennis Peters (Moritz Frank-Meuren) – Yannick Schneider – Daniel Reinhardt – Kevin Reuter (Victor Raab) – Mexhid Kadrija – Jens Albrecht

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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