Saarlandpokal 3. Runde: SF Heidstock – SV Gersweiler 1:6 (0:3)

Zuschauer: 100

Keinerlei Probleme bei erstem Pokalauftritt

Seine erste Partie der diesjährigen Pokalrunde hat der SVG gestern Abend ohne je in Bedrängnis zu geraten klipp und klar gewonnen. Hatte man in der „standardisierten“ ersten Hälfte noch drei Eckballsituationen für die erzielten Treffer benötigt, so gab es für die in überschaubarer Zahl vertretenen Zuschauer in Abschnitt zwei noch ein paar schön heraus gespielte Tore zu sehen. Nun darf man sich für die nächste Runde etwas wünschen.

Die jüngsten Erfolge der Grün-Weißen haben bei der Veteranenrunde am dieses Mal sehr üppig ausgefallenen Runden Tisch deutlich Spuren hinterlassen: „Am Mondach han ich widda gedacht: „Du musch da mo merke dassde käh dreißisch meh bischd!“ – „Was muschde ach bis Middanachd rumklöne, Du hasch doch nid gespilld!“ Bleiern waren die Abläufe zu Wochenbeginn, inzwischen hatte man sich berappelt und hielt sich zaghaft an kleinen Rationen fest.

Spielertrainer Torsten Büchel hatte die Gersweiler Elf zum Gersweiler Pokalauftakt tüchtig durchgemengt, fünf Änderungen vorgenommen. Engagiert legten die in der Bezirksliga beheimateten Gastgeber los, die ebenfalls nicht mit voller Kapelle am Start waren.

Einen ersten Torschuss jagte Yannick Schneider aus dem Rückraum über Tor und Fangzaun, erste Gefahr für die Grillbude, die an diesem Abend manch Gersweiler Wiederholungstäter sah, der sich quer durchs dargebotene Repertoire probierte. Die Merguez-Frikadellen wurden unter den Kulinarikern der Grün-Weißen verschiedentlich als Kräuterklöpse eingestuft. Der Verweildauer einiger SVGler in der Nähe jeweiliger Buden könnte man in etwa mit einem bulgarischen Sprichwort entsprechen: „Wenn man nur vom Zuschauen ein Handwerk lernen könnte, wäre jeder Hund ein Metzgermeister!“

Ob des zu Beginn gebotenen Pensums auf dem Grün konnte jenes am Grill auch gut und gerne hoch gehalten werden. Es passierte kaum etwas auf dem Spielfeld: „Stehds do noch null null?“ – „Jo, das wird wohl ach so bleiwe wenns so weida gehd!“

Denkste! Dieser Befürchtung machte ein von Mexhid Kadrija vor den Kasten bugsierter Eckstoß den Garaus. Kurz gespielt und eigentlich schon verseppelt hoppelte die Kugel doch noch irgendwie zu Pascal Hartz, der im Rücken der Abwehr stehend aus etwa Elfmeter-Position bloß noch einzutüten brauchte (19.).

Zwei Minuten später wurde das zuvor erfolgreiche Konzept erneut angewandt. Dieses Mal fand sich Yannick Schneider an rechtem Ort und Stelle, vollstreckte aus allerdings Abseits verdächtiger Position (21.).

Die Gastgeber weiterhin eifrig, aber ohne Durchschlagskraft. Einen ersten Torschuss verzogen diese deutlich (24.). Gedrosselt und ökonomisch der SVG weiterhin. Wieder mit einer Ecke kam dieser zur nächsten gefährlichen Aktion, die dieses mal aber gut verteidigt wurde (32.).

Am Runden Tisch machte man sich derweil ob der einseitigen und wenig Spannung verheißenden Partie so seine Gedanken um die Fortbewegung des besiedelten Objektes der Begierde: „Wer hollden das Ding noher mit? Ich kriehn denne nid rin bei mir!“ – „Ma han doch wohl Elekdrischa bei uns, die so e Kaweldrommel besorje kinne. Der breschd dann ach nid imma all Gebodd sesamme!“

Fast wäre dann doch ein Gegentreffer fällig gewesen. Mit nettem Aussetzer servierte der SVG der Heimelf eine Hundertprozentige auf dem Präsentierteller, die Sebastian Otinjac herauseilend hervorragend gegen einen zu zögerlich bleibenden Stürmer entschärfen konnte (40.).

Im Gegenzug die nächste Ecke für Grün-Weiß. Wieder getreten von Mexhid Kadrija, wieder Yannick Schneider als Abnehmer, der mit dem Kopf am Kurzen Pfosten zur Stelle war und den SVG sozusagen endgültig „aus dem Schneider“ brachte. Das Ding war hier schon durch.

„Was mache mir dann do? Drei Egge Elfa?“ – „Ich glaab heid is Standardtraining!“

Mit diesem 3:0 aus Sicht des SV Gersweiler wurden alsdann die Seiten getauscht, doch so ganz wollte dies die heimische Veteranen-Schar nicht akzeptieren: „Do hanna noch käh ähn Chance un fiere drei null!“ – „Zähle bei Eich Chance no Eckbäll nid Ihr Schoogese?“ – „Unn zu mir had grad ähna gesahd, ma sid käh Klasseunnaschied!“ – „Hädschdem sahn misse, denne wird ma nur siehn wemma wäs wies gehd!“

Aufmüpfig kamen die Heidstocker aus den Kabinen, wollten das Spiel offenbar noch nicht abhaken. Es waren auch zwei sehr gute Einschussmöglichkeiten gegen nun bummelige Grün-Weiße zu verzeichnen. In der 47. Und 52. Minute versäumten die Einheimischen es, noch mal heran zu kommen.

Doch das war es dann auch schon. Der SVG beruhigte in Folge dessen die Partie. Nach dem Motto „immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ ließen die Gersweiler Jungs das Ganze vermeintlich gen Ende trudeln. Allerdings war da noch genug Wasser für einen nächsten Treffer. Kevin Reuter brachte nach einem Konter die Kugel über die Linie (56.). und fünf Minuten später schob Alexander Tiepelt nach einem vom Torwart mittig abgewehrten Schuss den Ball in die Maschen.

„Hadda noch was uffem Roschd?“ – „Der had gar käh Roschd!“ – „Obba noch ebbes druff had wolld ich wisse Du Schlaumeier!“ Einige intellektuell weniger Abgelenkte hätten womöglich sogar einmal alle Treffer der eigenen Elf mitbekommen. Das passiert bei Grün-Weiß höchst selten allerdings.

Obwohl der SVG zwischendurch immer wieder einmal Einladungen verteilte kam bei Heidstock noch nichts Zählbares zu Stande. So in der 66. Minute als nach Fehlpass einer ihrer Akteure aus bester Position über den Fangzaun drosch.

Alexander Tiepelt feuerte nach sehr gutem Querpass des eingewechselten Joel Margardt klar über den Kasten (75.), hatte auch zehn Minuten darauf keine Fortune, scheiterte etwas abgedrängt vom Sechzehnerrand.

Der schwergängige Wochenbeginn sorgte in der Karteileichenschar weiter für Diskussionen: „Mondachs Moijens han ichs Tablädd uffgemach, fünfedreisisch Uffdräsch...“ – „Un was haschde Middachs gemachd?“

Dann sahen die soeben noch leicht Abgelenkten doch noch den Ehrentreffer...sofern nicht am Grill. Einen Gersweiler Lapsus konnte Heidstock sich immerhin zu Nutze machen (88.).

Der Schlusspunkt war jedoch dem Gersweiler Kapitän und stets zurückhaltenden Ruhepol vorbehalten. Mexhid „Meggi“ Kadrija erzielte mit nettem Lupfer über den herauseilenden Torwart den Endstand von 6:1 für den SVG. Mit diesem Pflichtsieg hat man nun die nächste Runde erreicht, kann nun bereits auf einen großen Gegner hoffen. Mexhid Kadrija jedenfalls hat klare Vorstellungen: „De FC kann ger kumme, die haue ma ach weg, wer willen uns schlahn?“

Schade, dass am kommenden Sonntag nun kein Spiel auf der Agenda steht. Die Grün-Weißen machen und haben sehr viel Spaß derzeit. Jetzt darf man ein Spätsommerwochenende genießen bevor es dann auf der Ritterstraße bei einem unbequemen Gegner weiter auf Punktejagd geht. Obacht!

Nächstes Spiel: Sonntag, den 22. September um 15 Uhr bei SV Ritterstraße

SV Gersweiler:

Sebastian Otinjac – Manuel Kiefer – Moritz Frank-Meuren – Torsten Büchel (Burhan Yontar) – Adriano Azzaretto – Ertan Yontar – Yannick Schneider – Pascal Hartz – Mexhid Kadrija – Alexander Tiepelt – Kevin Reuter (Joel Margardt)

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler



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