Verbandsliga Süd-West: SV Gersweiler – SC Reisbach 1:1 (0:0)

Zuschauer: 200

Das war knapp – der SVG kann nun auch Unentschieden

Gegen starke auftretende Gäste hat der SVG hinten heraus zumindest noch ein Unentschieden retten können. Es war des erste des Kalenderjahres. Spielertrainer Torsten Büchel bewahrte mit seinem Treffer in der neunzigsten Minute die Grün-Weißen vor einer weiteren Niederlage. Am Ende wäre sogar noch der Sieg drin gewesen. Insgesamt geht das Unentschieden aber völlig in Ordnung.

Am Runden Tisch war man wie so oft auf der Suche nach der Quadratur des Kreises, dieses mal im Bereich der Mobilen Telefonie: „Wenn de domit telefonierschd, so no zwei drei Minudde, wird’s Ohr ganz heiß…!“ - „Jo, bei dem uff de anna Seid awwa!“

Der SVG sah sich derweil vor einer schweren Aufgabe gegen aufstrebende Gäste, die in der Vorwoche den Rosslern alle Neune eingeschenkt hatten. Zudem blieb verletzungsbedingt zunächst Spielertrainer Torsten Büchel auf der Bank, für ihn Moritz Frank-Meuren in der Startelf.

Viel passierte in der Anfangsviertelstunde nicht. Der SVG tat sich dieses mal ungewohnt schwer im Spielaufbau, wirkte etwas bleiern. Die Gäste überlegen und mit ersten Annäherungen, doch richtig gefährlich wurde es nur in der neunten Minute, als ein Stürmer eine Hereingabe nur knapp verfehlte.

Daniel Reinhardt brachte ein gut gedachtes Zuspiel nicht ganz optimal zu Alexander Tiepelt (16.), dessen Flanke wiederum zu lang für den gut positionierten Mexhid Kadrija geriet (22.). Mehr war nicht zu sehen in der Offensive von einem verhalten agierenden SVG.

Inzwischen war Willi Jost auf dem Platz und hatte hinter der Seitenauslinie Position bezogen. Seine tollen Fotos von Spielern und Zuschauern sind prächtige Zeitzeugnisse und erfreuen sich allseits großer Beliebtheit im ganzen Land.

Dann wurde Grün-Weiß doch einmal gefährlich, Alexander Tiepelt hatte nach Reinhardt-Zuspiel abgezogen, doch der Torwart war mit starker Parade zur Stelle (27.). Einen listigen Lupfer von Daniel Reinhardt pflückte der baumlange Handschuhmann runter (33.). Das war es dann auch schon mit der Gersweiler Pracht.

Zu viele Freistöße zog der SVG rund um den eigenen Sechzehner, die aber allesamt nicht wirklich Gefahr verursachten. Bloß Kopfschmerzen, und zwar bei Moritz Frank-Meuren, der bei einer dieser Aktionen heftig mit seinem Gegenspieler zusammenrasselte und mit blutender Kopfwunde vom Platz musste. Torsten Büchel für ihn nun doch schon auf dem Feld. Gute Besserung Mo!

Unmittelbar vor dem Pausenpfiff wäre eine verunglückte Flanke der Gäste fast noch ins Gersweiler Gehäuse geplumpst, das war es dann aber mit Abschnitt eins, der nicht viel Aufsehen erregen konnte in Sachen Spielwitz und Torszenen.

„Wo kridd ma dann hie Limo un Cola?“ - „Gar nid, Sunndachs gebds hie nur Urpils!“ Nicht gut Kirschen essen war mit den Tischbesiedlern, die diesen gerne in der Sonne drapiert hätten. Angekettet musste das zu transferierende Objekt aber an Ort und Stelle verbleiben und sich dort unter seiner Last biegen. Außerdem die Gäste nicht allen koscher: „Das do sin alles Berschbaugeschna! Weje denne muss ich moijens noch uffstehn, hoffentlich spegge ma se!“

Zunächst einmal musste sich der SVG allerdings mehrfach bei seinem herausragenden Schlussmann bedanken. Hendrik Wagner entschärfte so manch dickes Ding der Gäste, die an der Führung schraubten. Gerade noch hatte der Gersweiler Torsteher eine weitere fette Chance bereinigt (56.), da war auch er geschlagen. Niklas Wagner hatte es bei extrem tief stehender Oktobersonne raffiniert aus über dreißig Metern versucht und war tatsächlich erfolgreich. Trotz eines beherzte Satzes kam Hendrik Wagner nicht mehr an die präzise getretene Kugel. Nun lag man im Rückstand und musste dringend Stellschrauben drehen.

Den rechten Rhythmus fand man nicht, aber kämpferisch und beherzt kam der SVG nun besser ins Spiel. Das Gespann aber nun mit manch kruden Entscheidungen, die sämtlich gegen Gersweiler ausfielen. Kevin Reuter etwa wurde vom herauseilenden Torwart glasklar über den Haufen gerannt (72.), kein Pfiff! Mexhid Kadrija wurde mit Abseits zurückgepfiffen, ebenfalls eine Fehlentscheidung, die für jeden ersichtlich war (82.).

Es ging schon dem Ende der Partie entgegen. Trotz wütender Angriffe wollte die Kugel nicht in den Kasten so schien es, doch in der neunzigsten Minute war der Spielertrainer zur Stelle und wuchtete nach dem besten Angriff des Spiels die Kugel zum Ausgleich in die Maschen.

Jetzt wollte der SVG mehr, setzte alles auf eine Karte und drängte mit Macht auf den Siegtreffer. Der stark spielende Daniel Reinhardt donnerte aus dem Rückraum aufs Tor, eine Verteidiger hatte eindeutig die Fäuste hochgerissen, erneut kein Pfiff, es war absurd (91.).

In der letzten Minute der Nachspielzeit war schließlich Torsten Büchel unaufhaltsam durchgeeilt, ein haarsträubender Abseitspfiff machte auch dieser Top-Gelegenheit den Garaus. Dann war Schluss. Der SVG hat sein Repertoire nun um ein Unentschieden erweitert, das kannte man so noch nicht im Kalenderjahr. Immerhin bleibt man an der Tabellenspitze, das ist mehr als aller Ehren wert.

Nächstes Spiel: Freitag (!), den 18. Oktober um 19 Uhr beim FC Riegelsberg

SV Gersweiler:

Hendrik Wagner – Moritz Frank-Meuren (Torsten Büchel) - Burhan Yontar – Manuel Kiefer (Kevin Reuter) – Julian – Yannick Schneider – Pascal Hartz – Mexhid Kadrija – Daniel Reinhardt – Alexander Tiepelt – Daniel Schönfeld (Dennis Peters)

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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