Verbandsliga Süd-West: SV Gersweiler – FC Rastpfuhl 1:1 (1:0)

Zuschauer: 350

Hart erkämpftes Remis gegen starke Rastpfuhler

Kurz vor Tore Schluss und bereits deutlich in der Nachspielzeit musste der SVG doch noch den Ausgleich hinnehmen. Mit Mann und Maus und einem überragenden Hendrik Wagner im Tor hat man sich zuvor den mit Macht einen Angriff nach dem anderen fahrenden Gästen entgegengestemmt. Pech so kurz vor dem Ziel, aber völlig korrekt, da der Gegner phasenweise drückend überlegen war.

Abtasten war zunächst angesagt. In der Anfangsviertelstunde passierte noch nicht allzu viel Erwähnenswertes, so konnte man auch einmal etwas verspätet am Runden Tisch aufschlagen: „Han ich ebbes vapassd?“ - „Näh, kannschd Dich awwa glei mo nützlich mache, kumm nid mid leere Hän doher!“

Eine erste gute Chance bot sich Pascal Hartz, der allerdings aus kurzer Distanz die Kugel nicht richtig kontrolliert bekam, nicht vollstrecken konnte (15..). Wenig später gab es einen Freistoß für den SVG, den Mexhid „Meggi“ Kadrija vors Gehäuse bugsierte. Lang und länger wurde das Ding und letztendlich beförderte ihn ein Verteidiger via Eigentor in die Maschen (18.). Groß der Jubel, die Gäste schließlich Topfavorit der Verbandsliga Süd-West.

Auch am Runden Tisch wurde gejubelt, insgesamt war dort dieses Mal jedoch eher Stuhlkreis als Runder Tisch in Topform. Ein lahmer angeschlagener Haufen, manch Wochenende hinterlässt Spuren bei den Altvorderen.

Nun kamen die Gäste mit Wut im Bauch mächtig auf. Ein Distanzschuss strich nur ganz knapp am Gersweiler Kasten vorbei (22.), gleich darauf konnte sich Hendrik Wagner ein erstes Mal glänzend auszeichnen. Auch in der 23. Minute ging ein Schuss nur Zentimeter fehl. Der SVG in argen Nöten.

Nur eine Minute später ein wenig Entlastung. Der SVG in der Vorwärtsbewegung und Pascal Hartz verzog mit einem wunderschönen Drehschuss nur ganz knapp. Nach etwa einer halben Stunde wurde die Partie ruppiger, es wurde tüchtig hingelangt. So musste sich Mexhid Kadrija an der Seitenauslinie eine rustikale Grätsche einfangen (33.).

Am Rand hatte man andere Sorgen: „Haschde geheerd? Jetz hannse in Luxembursch ach Corona!“ - „Is ma egal, trink ich nid, ich hall mich an Urpils!“

Derweil waren die Grün-Weißen wieder auf dem Vormarsch. Mit zwei bärenstarken Paraden konnte sich der exzellente Schlussmann der Gäste, Robin Scheid, erstmals auszeichnen. Zwei klasse Torhüter erlebten die zahlreichen Zuschauer an einem trüben ersten Frühlingstag.

Denn auch im Tor des SVG ein echter Zerberus und an diesem Sonntag der überragende Akteur auf dem Feld. Hendrik Wagner kratzte einen Freistoßhammer von Marcel Noll unter der Latte raus in der 39. Minute. Die anschließende Ecke mit viel Schnitt und brandgefährlich direkt aufs Tor gezirkelt. Auch diese pflückte die Gersweiler Nummer eins mit irrer Parade aus dem Eck. Der hätte im Winkel gesessen.

Ein Eckball von Daniel „Rouge“ Reinhardt segelte sehr ansprechend durch den Sechzehner, drei Gersweiler hopsten unter dem Ball durch (40.). Das hatte nach mehr ausgesehen von außen.

„An das do Bild gewehn ich mich jo nid!“ - „Wassen?“ - „Das alkoholfrei Weizen do vor da!“

Dann war Halbzeit und der SVG konnte etwas Luft holen, war zwischenzeitlich ordentlich unter Bedrängnis und in schwere See geraten, sich aber auch immer wieder selbst mit Kontern aus der Umklammerung befreien können. Ein interessantes, wenngleich noch nicht hochklassiges Spiel hatten die Besucher bislang gesehen.

Inzwischen hatte Regen eingesetzt. Neue Probleme taten sich auf: „Wenn die do sich aweil mim Schirm do her stelle dud holl ich de Bunsebrenna. Die soll sich vazieje!“

Kurz nach Wiederbeginn eine erste Halbchance für Gersweiler. Daniel Reinhardt kam nicht an ein steiles Zuspiel, Robin Scheid hatte den Ball aufmerksam abgelaufen und über den Zaun gepfeffert, war dem Grün-Weißen Quirl zuvor gekommen (48.).

Gleich noch einmal durfte sich der Handschuhmann der Gäste auszeichnen, parierte stark gegen Daniel Schönfeld (54.). Nun war das Geschehen zunächst ausgeglichen. Ein Schreckmoment, Torsten Büchel lag am Boden, doch: „De Vamida kummd gelaaf. De Torsten steht glei widda uff wenna denne kumme sid!“ Die Prognose war korrekt. Der Gersweiler Spielertrainer alsdann wieder kuriert, konnte weiter machen.

Rastpfuhl wemmste einen Freistoß aus guter Position in die Mauer (65.). In dieser Phase schleppte sich die Begegnung ein wenig daher. Lediglich Alexander Tiepelt kam einmal zum Abschluss, sein Schuss sichere Beute von Robin Scheid (67.).

Denkbar überflüssig kassierte der SVG erneut einen Freistoß aus heikler Torentfernung und dazu ziemlich zentral. Doch Mirko Becker konnte auch diesen nicht über die Mauer bugsieren (70.). Man näherte sich der Schlußphase. Doch nun kamen die Gäste mit Macht, drängten den SVG hinten rein.

Am Runden Tisch standen die Karteileichen herum wie Roboter mit leeren Batterien, auf dem Feld ging es anständig zur Sache, wurde um jeden Meter gekämpft.

In der 75. Minute packte Hendrik Wagner erneut eine irre Parade aus, wehrte einen Schuss aus kurzer Distanz ab. Noch hielt die Abwehr den Angriffen stand und im Tor stand der Spieler des Spiels. Selten nur noch die Entlastung. Kevin Reuter bot sich eine Möglichkeit, er war auf der rechten Seite schön frei gespielt worden. Allerdings entschied er sich für einen Querpass der abgefangen wurde, hätte hier einfach mal drauf halten sollen (81.).

Hendrik Wagner war erneut zur Stelle bei einem bedrohlichen Angriff, die Gersweiler Jungs sehnten den Abpfiff herbei. Doch noch war einiges auf der Uhr, zumal es noch eine ellenlange Nachspielzeit setzen sollte.

Zu allem Überfluss kassierte Daniel „Carton Rouge“ Reinhardt noch die Gelb Rote Karte für eine überflüssige Aktion (85.). Nun ging es in Unterzahl in die verbleibenden Minuten.

Mit einem super Diagonalball verlagerte Alexander Tiepelt zu Kevin Reuter, der etwas überhastet hinter das Tor flankte (87.). Die Konter wurden nicht gut zu Ende gespielt, da war mehr drin, wie sich noch zeigen sollte.

Der Kahn krängte nun gewaltig in der immer raueren See. Mit Mann und Maus stemmten sich die Grün-Weißen den Gästen entgegen, warfen sich in jeden Ball und kämpften leidenschaftlich, doch in der zweiten Minute der Nachspielzeit war es soweit. Ein Eckball fand einen Rastpfuhler Abnehmer. Sinan Tomzik sorgte mit dem späten Ausgleich für große Erleichterung und Jubel bei den Gästen (90 + 2).

Mit einer herausragenden Rettungstat via Kopf bewahrte Marvin Löscher seine Elf vor noch Schlimmerem, konnte in allerhöchster Not klären (90 + 3). Die letzte Szene der Partie war dem Mann des Tages vorbehalten. Mit einer letzten großartigen Parade hielt Hendrik Wagner das Unentschieden fest. Keiner braucht sich zu grämen. Ein Remis gegen die bärenstarken Gäste ist aller Ehren wert und noch hat man selbst ein paar Aktien.

Die Zuschauer konnten zufrieden sein, hatten ein tolles Kampfspiel und zwei überragende Torleute gesehen. Im Clubheim jedenfalls wurde noch eifrig gefachsimpelt.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 08. März um 15 Uhr beim FC Kandil (auf der Hermann-Röchling-Höhe)

SV Gersweiler:

Hendrik Wagner – Torsten Büchel – Burhan Yontar – Marvin Löscher – Manuel Kiefer (Yannick Schneider) – Julian Holderried (Ertan Yontar) – Pascal Hartz – Alexander Tiepelt – Daniel Reinhardt – Daniel Schönfeld (Kevin Reuter) – Mexhid Kadrija

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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