Verbandsliga Süd-West: SV Ritterstraße – SV Gersweiler 0:1 (0:1)

Zuschauer: 150

Verdienter Arbeitssieg

Ohne den ganz großen Spielwitz und immer noch etwas unrund wirkend hat sich die Grün-Weiße Elf um Torsten Büchel einen insgesamt verdienten Sieg an der Ritterstraßer Bildchenstraße erarbeitet, darf ein Erinnerungsfoto mitnehmen. Daniel Schönfelds Treffer kurz vor der Pause sollte der entscheidende sein. Der erste Dreier ist eingetütet, nun darf es gerne so weiter gehen.

Ungewohnt spät der Spieltermin, gewohnt zielstrebig die Abläufe der Stehtischbesiedler: „Hallo, e Fläschje hädd ich gehr!“ - „Urpils odda Park?“ - „Willschde mich vagraule, gebb ma bloß e Urpils!“

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Mit der alternativ dargebotenen Plörre haben die Altgedienten Jahrzehnte lang missliebige Erfahrungen und Brummschädel gesammelt im Nachbarort, das galt es unbedingt zu vermeiden.

Leidige Probleme mit dem dfbnet sorgten für Umtriebe: „Wo issen eija Spielatraina?“ - „Do hinne, der in Orange!“ - „Jo klar, dange, wella vunn denne?“

Ein paar Nickligkeiten und ausgetauschte Belanglosigkeiten später rollte schließlich die Kugel. Der SVG war bestrebt sich den ersten Dreier einzusacken und übernahm gleich das Kommando im fremden Haus und auf raufasertapetigem Geläuf.

Die erste Gelegenheit allerdings bot sich der Heimelf. Aus der Distanz hielt ein Ritterstraßer drauf, nicht ohne, aber knapp über das Gehäuse des starken und souverän auftretenden Tobias Knapp (6.). Flott die Umschaltaktion des SVG, Mexhid „Meggi“ Kadrija zog solo in den Sechzehner von dannen und kam zu Fall, kein Pfiff jedoch, das wäre des guten auch zu viel gewesen in dieser Situation.

Zuvor hatte es ein Sprintduell offenbar den Beobachtern angetan und reichlich Verwirrung hinterlassen: „Haschde gesiehn? Iss der schnell, wenn das noch zwei Meda weida gang wär, hädda demm noch fünf Meda abgeholl!“ - „Jo klar, haschd Du Madde Leischdungskurs gehadd?“

Ein erster Gersweiler Abschluss war wie schon in der Auftaktpartie unter der Woche dem erneut sehr agilen Hussein Esfand Yari vorbehalten, der einen in den Rückraum trudelnden Ball neben das Tor schlenzte (10.).

Dennis Peters verunglückte ein Flankenball, der so aber gefährlich wurde und ans Lattenkreuz plumpste (12.). Spielerisch lief noch nicht viel zusammen hüben wie drüben.

„Dass ma das Zeich frier nid gedrung han is ma jetz klar, schmeggd jo echt wie Eilesäch!“ - „Warum haschde da dann ähns geholl?“

Einem hübschen Solo von Hussein Esfand Yari entsprang eine gute Gelegenheit durch Mexhid Kadrija dessen Flachschuss knapp das Tor verfehlte (26.). Einzelaktionen prägten noch überwiegend das Geschehen der noch nicht richtig in die Gänge gekommenen Begegnung. Überwiegend sah man ein dicht besiedeltes Mittelfeld, wie bei einer Planungssitzung der Amun-Sekte.

Tobias Knapp musste nach einem Abwehrschnitzer mit prächtiger Fußabwehr die Null halten, war herausragend zur Stelle (29.). Auf der anderen Seite wurde Daniel Schönfeld fälschlicherweise Abseits zurück gepfiffen, das wäre die Führung gewesen (30.).

Zur Halbzeit hin kamen die Einheimischen etwas besser auf, der SVG für eine Weile ungeordnet wirkend und zu wild agierend. Doch die Gersweiler Jungs konnten sich befreien und kamen selbst noch zu Möglichkeiten. Zunächst scheiterte Daniel Reinhardt am Torwart (41.), doch Namensvetter Schönfeld war kurz vor der Pause zur Stelle und lochte zur Halbzeitführung der Grün-Weißen ein nach schönem Zuspiel von Julian Holderried.

Sorgen geplagte Altvordere derweil am gar nicht runden Tisch: „Noher han ich Probleme unsa Doore se siehn uff da anna Seid!“ - „Do schläfe ma de Disch halt niwwa!“ - „Iss ma die Sach nid werd, dann is die Budd se weid weg!“

Noch nicht in Gänze austariert wirkten die Aktionen der Grün-Weißen bis dato, doch die Führung war insgesamt verdient und zum Saisonstart und nach der irre langen Pause braucht man naturgemäß noch Anlauf um den Rhythmus wieder zu finden.

Julian Holderried konnte nach säumigem Abwehrverhalten der SVG Hintermannschaft ganz stark einen Stürmer der Heimelf ablaufen, das wäre eine gefährliche Situation gewesen im Strafraum (49.). Insgesamt aber eine stabile Defensivleistung der Gersweiler Abwehrrecken, was die Allesversteher zu Erklärungsansätzen motivierte: „De Burhan kinnd rein vunn de Statur aach allähn die Abwehrkett spille, do brach ma nid noch meh Leid!“

Nun kam Ritterstraße mehr und mehr auf, wollte den Ausgleich erzwingen. Tobias Knapp verhinderte diesen mit einer Großtat und tauchte einen platzierten Abschluss aus dem Eck, eine tolle Parade (52.). Auch im Nachgang musste er zupacken, da die Aktion noch nicht abgeschlossen war, blieb auch hier souverän im Bilde.

Etwas über eine Stunde war von der Uhr, als Daniel „Rouge“ Reinhardt nach pfiffiger Eckballvariante aus dem Rückraum abzog, jedoch am Torwart scheiterte. Doch Gersweiler Offensivaktionen blieben fürs erste die Ausnahme, eine um die andere Flanke segelte statt dessen vor das Gersweiler Gehäuse, die sich jedoch Tobias Knapp allesamt sicher und herunter pflücken konnte.

„Jetz isses spannend un ich muss schunn widda austrede, geh ford, mache die hie Abfiermiddel in de Tee!“ - „Was fier Tee?“

Gegen immer offener agierende Ritterstraßer, die nun mehr Druck machten als eine Konfirmandenblase, kam der SVG jetzt zu einigen Umschaltaktionen, die jedoch ungenutzt blieben. Einer dieser Gelegenheiten entsprang ein Konter der Heimelf, doch völlig frei stehend bolzte ein Stürmer das Spielgerät neben den Kasten aus kürzester Distanz (76.).

„Hamma noch Bier?“ - „Näh, braache ma!“ Kurz und bündig nun die Abläufe und Kommandos auf und neben dem Platz. Es blieb spannend.

Daniel Reinhardt testete mit der Picke den Torwart, der zur Ecke klären konnte. Wieder kam der Gersweiler Quirl an die Kugel, verzog dieses mal jedoch deutlich (81.). In der 86. Minute hatte der eingewechselte Florian Johann die dicke Möglichkeit die Partie zu entscheiden, vergab jedoch überhastet und der Torwart blieb Sieger.

Vier Minuten Nachspielzeit mussten noch überstanden werden, dann war der erste Saisonsieg redlich erarbeitet und drei Punkte auf der Habenseite verbucht. Nun steht der erste Doppel-Heimspieltag ins Haus, die beiden Gersweiler Mannschaften freuen sich auf hoffentlich zahlreiche Besucher.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 13. September um 15:30 Uhr gegen SC Großrosseln

SV Gersweiler:

Tobias Knapp – Torsten Büchel – Burhan Yontar – Manuel Kiefer – Julian Holderried – Hussein Esfand Yari – Yannick Schneider (Pascal Hartz) – Dennis Peters (Marius Kneip) – Daniel Reinhardt (Florian Johann) – Daniel Schönfeld – Mexhid Kadrija

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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