Verbandsliga Süd-West: SV Gersweiler – SSC Schaffhausen 1:2 (1:0)

Zuschauer: 200

Ärgerliche Niederlage im Spitzenspiel

Mit leeren Händen stand der SVG am Ende da, hatte sich hinten heraus von immer energischer agierenden Gästen die Wurst noch vom Brot nehmen lassen. Sehr ärgerlich diese erste Saisonniederlage, weil absolut überflüssig und vermeidbar. Lange war der SVG die überlegene Mannschaft, versäumte es jedoch konsequent zu Ende zu spielen und machte die entscheidenden Fehler.

Mit Hendrik Wagner für den gesperrten Tobias Knapp im Kasten liefen die Grün-Weißen an diesem regnerischen Frühherbsttag im Waldstadion auf. Mit dem SSC Schaffhausen präsentierte sich der letztjährige Mitaufsteiger und aktuelle Tabellendritte zur Spitzenbegegnung.

Zu dieser hatten sich ein paar interessante Gäste angekündigt, wie kurz vor der Partie zu erfahren war: „Die Hassler kumme glei! Die hann schun gespilld un gewunn, machen die Bierbud frei!“ - „Do kinne ma jo vielleichd de Ali inwechsle!“

Gut fand der SVG ins Spiel. Schon nach zwei Minuten wäre Mexhid „Meggi“ Kadrija mit einem schönen Drehschuss um eine Haar erfolgreich gewesen, da hatte nicht viel gefehlt.

Mit einem der technisch wertvollsten Fouls der bisherigen Saison wollte Torsten Büchel wenig später offenbar ein Zeichen gegen robust zu erwartende Gäste setzen, hatte hier jedoch etwas zu viel Elan gezeigt und wurde mit Gelb bedacht (4.).

Vor den beiden Toren passierte zunächst nicht viel, es blieb beim gegenseitigen Abtasten. Mexhid Kadrija flankte alsdann aus dem Halbfeld, Daniel Reinhardt kam nicht an diese vielversprechende Hereingabe heran (11.). Ähnlich das Strickmuster in der 18. Minute, hier kam Torsten Büchel einen Ticken zu spät.

Auf dem Feld passierte nicht viel, die Begegnung ruhig wie ein Waldsee, vor der Bude darob abschweifende Ex-Hartfüßler, denen die aktuelle Baustelle an der Grenze ein Dorn im Auge ist: „Heid moije han ich e halwi Stunn gebrachd um Flidd se kaafe, wenn das so weida gehd kaaf ich ma e Hubschrauwa!“ Leider ein echtes Ärgernis diese Baustelle, vor allem für die örtliche Geschäftswelt und Gastronomie. Ein leidiges Thema.

Gerade hatte man den Eindruck die Partie nähme sich zwischenzeitlich gänzlich eine Auszeit, da hatte Daniel „Rouge“ Reinhardt den Finger am Abzug. Über die linke Seite hatte er sich einen Durchstecker von Mexhid Kadrija erlaufen und behielt aus spitzem Winkel die Ruhe und Übersicht, lochte zur Führung der Grün-Weißen ein (31.). Aufmerksam hatte der Quirl hier die vorübergehende Abwesenheit eines Gersweiler Edelfans genutzt: „Mensch! Es gehd schun widda loss, nie siehn ich e Door vun uns!“ - „Muschde halt mim austräde mol bis zur Paus warde wie anna Leid ach!“

Auf dem Feld wurde es nun insgesamt etwas lebhafter, allerdings auch ruppiger. Ein paar veritable Rabauken und Kampfhähne bekam man zwischenzeitlich auf dem Grün zu Gesicht. Herzhaft bot man sich auf dem Geläuf das Sie an.

Aus der Distanz zog unvermittelt Daniel Reinhardt ab, mit der Hand wurde sein Schuss unmittelbar vor dem Strafraum geblockt. Den resultierender Freistoß hämmerte Torsten Büchel mit Vehemenz als ordentlichen Strahl gen Kasten, zu mittig leider, der Torwart hatte gerade noch die Fäuste oben (43.). Bis zur Pause geschah alsdann nichts mehr, mit der knappen Führung im Rücken ging es erst mal in die Kabine.

Zeit sich einem Erstlingsgast im neuen Ludwigspark zu widmen: „Wie warsen gischda im Park?“ - „Gudd!“ - „Gehds nid präzisa? Hanna wehnischens ähna geschnappd uff de Erschdling?“ - „Nö, had nix gen!“ - „Was wullschde danne do!“

Munter lief das Spiel nach Wiederbeginn an. Sowohl der Heimelf, als auch den Gästen boten sich gleich gute Gelegenheiten, diese blieben jedoch jeweils ungenutzt. Danach dann wieder das gleiche Bild wie in Hälfte eins. Hart umkämpft die Partie, hauptsächlich im Mittelfeld spielte sich das Geschehen ab. Daniel Reinhardt dann mit einem dicken Ding nach schönem Zuspiel von Mexhid Kadrija. Im letzten Moment war der Torwart mit starker Rettungstat vor ihm zu Stelle (57.). Nun kam der SVG immer stärker und besser auf.

Eine tolle Hereingabe aus vollem Lauf servierte Hussein Esfand Yari für Mexhid Kadrija, der in schwieriger Position nicht optimal an den Ball kam, die Gäste konnten zur Ecke klären vor ihm (63.). Diese gefährlich, aber Torsten Büchel konnte aus kurzer Distanz nicht richtig Druck auf die Kugel bekommen, ein Abwehrspieler klärte auf der Linie.

Dann kam die unglückselige 67. Minute der Begegnung. Eine klasse Flanke von Mexhid Kadrija schien lediglich Formsache für den kopfballstarken Torsten Büchel, der aus guter Distanz leider nicht vollstrecken konnte. Rasant hingegen die Umschaltaktion und viel zu offen in diesem Moment die Grün-Weißen, Schaffhausen erzielte aus heiterem Himmel den Ausgleich, gerade als jeder auf den nächsten Treffer des SVG gewartete hat.

Die Gersweiler Jungs wirkten nun deutlich angeschlagen, ihrer inneren Mitte verlustig, Schaffhausen nun am Drücker. Eine Viertelstunde vor Schluss sauste ein Schuss aus zehn Metern nur knapp übers Tor des SVG, der kaum noch zu eigenen Offensivaktionen kam, seltsam paralysiert wirkte und zu passiv blieb.

Noch einen weitere Schaffhausener Doppelchance von bester Qualität später musste man sich langsam Sorgen machen. Mit Recht, wie sich zeigen sollte. Nahezu unabgesichert liefen die Grün-Weißen in einen fatalen Konter nach einem dicken Bock im Mittelfeld. Die Gäste bedankten sich artig mit der Führung (88.), damit hatte nach dem vorhergehenden Spielverlauf keiner gerechnet. Hier hatte sich die Defensive schneller geschlagen gegeben als die italienische Armee.

Einzig eine Freistoßmöglichkeit bot sich dem SVG noch. Daniel Reinhardt setzte diese jedoch von der Sechzehnerlinie in die Mauer. Dann war das Spiel gelaufen und die Grün-Weißen durften sich über ihre Nachlässigkeiten ärgern. Die erste Saisonniederlage war eine völlig unnötige. Nun kann man sich gerne beim Topfavoriten FC Rastpfuhl rehabilitieren.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 04. Oktober um 16:45 Uhr beim FC Rastpfuhl

SV Gersweiler:

Hendrik Wagner – Torsten Büchel (Daniel Schönfeld) – Moritz Frank-Meuren – Marvin Löscher – Burhan Yontar – Dennis Peters – Hussein Esfand Yari (Julian Holderried) – Pascal Hartz – Yannick Schneider (Marius Kneip) – Mexhid Kadrija – Daniel Reinhardt

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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