Kreisliga A Südsaar: SV Gersweiler 2 – FV Püttlingen 2 15:0 (4:0)

Zuschauer: 40

Ordentlich Material fürs Torverhältnis gesammelt

Richtig happig wurde es wieder einmal für die Reserve der Gelben Husaren. Die sich tapfer währenden Gäste bekamen von den Grün-Weißen reichlich eingeschenkt, konnten hinten heraus froh sein, dass sich der SVG 2 wieder einmal arg tapsig und gastfreundlich vor dem gegnerischen Kasten präsentierte. Es hätte ein Rekordergebnis heraus springen können.

Nach dem Sturm zerzausten Spieltag der Vorwoche durften sich die Randerscheinungen an diesem Sonntag wieder bester äußerer Bedingungen erfreuen, die sich als absolut Biergarten tauglich erweisen sollten.

Der Gersweiler Reserve stand ein Gegner ins Haus, der von vorneherein auf Schadensbegrenzung bedacht sein würde. Bei der Heimelf wiederum galt es Tore zu erzielen. Für einen möglichen Relegationsplatz hat nämlich das Torverhältnis Relevanz.

Angesichts dessen ging es einigermaßen gemächlich los im Waldstadion. Die Gäste standen mit Mann und Maus hinten drin, der SVG 2 spielte bedächtig drum herum. In der 4. Minute bekam dann Kevin Reuter die erste Hundertprozentige auf dem Präsentierteller serviert, schoss den Ball jedoch überhastet direkt auf den Torwart, der der beste Mann beim Gegner werden sollte.

Diese Gelegenheit war beileibe nicht die letzte der Partie, diese sollten nämlich dutzendfach zu Tage treten. Gleich darauf war es Kevin Reuter selbst, der sich unmittelbar rehabilitieren konnte und in identischer Situation ruhig blieb und vollstreckte (6.). Der Auftakt zu einem Scheibenschießen.

Mit einem richtig schönen Treffer konnte Daniel Klein nachlegen. Kevin Reuter hatte eine akkurate Flanke serviert, der Erstgenannte drückte sie mit feinem Kopfball über die Linie, was durchaus bemerkenswert war: „In de Zwedd had aweile ähna e Koppballdoor gemach! Han ich mei Brill vakehrd rum uff? Was issen do loss?“

Die Gegenwehr der Gäste aller Ehren wert, tapfer wehrten sie sich gegen einen für sie wie so oft übermächtigen Gegner, hatten nach vorne keinerlei Ambitionen. Bedanken durften sie sich aber des öfteren auch bei den Grün-Weißen. In Serie lief die Fehlschussproduktion. Erneut ließ Kevin Reuter eine dicke Chance aus (12.), auch Alexander Deutscher scheiterte einigermaßen kläglich (14.), korrigierte dies jedoch umgehend durch seinen Treffer in der 17. Minute.

„Das do is awwa aweile komisch was de do machschd!“ - „Was danne?“ - „Nur ähn Bier holle!“ - „Oh jeh, do muss ich grad gepennd han!“ - „Dann wir mo dabba wach!“

Ein paar Fehlschüsse und Fahrlässigkeiten gönnte sich der SVG 2 dann weiterhin. Zu pomadig lief das Spiel in weiten Teilen des ersten Abschnitts. Sogar Benny Lichter wurde aus einem gut möglichen Nickerchen befördert, durfte sich nach einem Rückpass im Dribbling durch drei Gästeakteure versuchen, gelang ihm (30.). Nach vorne ging nicht viel.

„Wisse Unsre iwwahaupt, dasses Doorvahältnis zähle dud womechlich?“ - „Scheinbar nid Manne!“

Immerhin durfte sich in der 38. Minute Kevin Reuter mit einem Foulelfmeter schadlos halten, den er sehr gut verwandelte (38.). Doch bis zur Pause ließ er noch zwei weitere Fahrkarten folgen, bolzte blank stehend jeweils in den Fangzaun. Halbzeit und viel zu wenig Tore im Netz.

„Fier e Regionalligaspill war das gischda rischdisch gud in Hombursch!“ - „Jo, fier de Leichtturm zu gud!“ Durch die Pause kamen die Besucher weitestgehend unbeschadet und gut versorgt mit zum Teil weit abschweifender Thematik. Einen hatte man allerdings vergessen. Der Betreuer musste via Telefon um Befreiung aus dem Clubheim bitten, war dort eingesperrt worden. Es lief noch nicht alles rund im weiten Rund.

Im zweiten Abschnitt lief für eine ganze Weile auch beim SVG 2 noch nicht alles wirklich rund. Zehn Minuten dauerte es bis Philipp Johann den Dosenöffner gab und frei stehend alles richtig machte, überlegt einnetzte (55.). Danach brachen die Dämme allerorten bei den Gästen.

Sofiane Hadj Mohand, der soeben noch eine weitere glasklare Chance hatte verstreichen lassen konnte sich mit dem Treffer zum Halben Dutzend ebenfalls in die Torschützenliste eintragen (58.), zwei weitere im ganz großen Stil versemmelte Gelegenheiten später stand es durch einen weiteren Treffer von Philipp Johann 7:0 (61.). Kevin Reuter steuerte einen schönen Lupfer bei (63.), Jonas Ruth einen pfiffigen Freistoßtreffer (67.).

Der Autor musste sich zwischenzeitlich noch von AH-Seite einnorden lassen: „Ah so Eckes, die AH had geje Rossle gespilld forsch wuch!“ - „Wäs ich! War awwa se spät fier e Korrektur!“ Am Endergebnis hätte das dann wohl auch nichts geändert…

Alexander Deutscher traf unterdessen zum zweistelligen Ergebnis (71.). Mit einem nett angesetzten, aber auch abgefälschten Fallrückzieher war sodann Sebastian Jennewein erfolgreich zum 11:0 (72.). Anlass für Verbesserungsvorschläge: „Vieleichd kinnde sich die Jennes mo die Initiale ingraviere losse, dass ma se aussenannahalle kann!“ - „Jo Manne, das machd Sinn beim Sebastian unnem Sascha, das bringd uns dann e guddes Stigg weider!“

Im steten Wechsel von Treffern und ausgelassenen feinsten Torgelegenheiten neigte sich die Partie ihrem Ende zu. Alexander Deutscher (76.), Sebastian Jennewein (79., 83.) und Philipp Johann (87.) waren schließlich noch erfolgreich und schossen den SVG 2 zu einem stattlichen, aber viel zu spärlichen 15:0 Erfolg gegen bedauernswerte Gäste aus Püttlingen.

Nächstes Spiel: Mittwoch, den 03. Oktober um 13:15 Uhr in Rockershausen

„Die Chance klopft öfter an, als man meint, aber meistens ist niemand zu Hause.“ (Will Rogers, amerikanischer Schauspieler und Autor)

SV Gersweiler 2:

Benny Lichter (Sven Blum) – Jonas Ruth – Joel Margardt – Sebastian Altmeyer – Dominik Gales – Sofiane Hadj Mohand (Sebastian Jennewein) – Daniel Klein (Philippe Meyer) – Philipp Johann – Alexander Deutscher – Andreas Schmidt – Kevin Reuter (Daniel Weber)

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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