Kreisliga A Südsaar: SV Gersweiler 2 – SV Rockershausen 2 5:3 (2:0)

Zuschauer: 70

Starker Auftritt trotz wackliger Schlussphase

Hinten heraus hat sich die Gersweiler Zweite nach einem insgesamt sehr ansehnlichen Vortrag das Leben noch unnötig schwer gemacht. Im Gefühl des sicheren Sieges ließ man eigentlich völlig harmlose Gäste tatsächlich noch einmal bedenklich nahe herankommen, hätte sich damit fast noch um den Lohn für ein eigentlich richtig gutes Spiel gebracht. So hat man nun die Serie ausgebaut und darf die Lehren aus den überflüssigen Nachlässigkeiten ziehen.

Von goldenem Oktober keine Spur im Waldstadion. Das Wetter kam schon im mausgrauen Novemberantlitz daher. In Sachen Punktausbeute sah es hingegen im Oktober ziemlich golden aus beim heimischen SVG 2. Gegen den Lokalrivalen von der falschen Saarseite sollte natürlich ein weiterer Dreier eingetütet werden.

Mit viel Selbstvertrauen und gewohnt rasant war Marius Kneip bereits in der Anfangsminute unterwegs. Einen ersten Sprint mit dem Ball am Fuß konnte keiner der gegnerischen Akteure verteidigen, die Hereingabe geriet jedoch etwas zu lang für den mitgelaufenen Gabriel Stieglitz.

Doch bereits die nächste Aktion hatte es richtig in sich. Wieder war Marius Kneip auf und davon, dieses mal kam der Ball akkurat und Florian Fuchs konnte zur frühen Führung vollenden (2.).

Die Kugel lief gut, die Grün-Weißen hatten offensichtlich Spaß am Spiel. Leider war das Ganze nicht allzu zwingend, spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, bedrohlich für des Gegners Kasten war diese Herangehensweise nicht wirklich.

Zu allem Überfluss knallten dann Joel Margardt und Dominik Gales mit den Köpfen zusammen (16.). Mit stark blutender Platzwunde musste der Gersweiler Kapitän schon früh vom Platz. Joel Margardt kam ungeschoren davon zum Glück.

Mit einem diagonalen Zuspiel hätte schließlich Daniel Weber beinahe Florian Fuchs in vielversprechende Position gebracht, dieser kam trotz energischer Grätsche allerdings nicht an den Ball, es fehlten ein paar Zentimeter (19.).

Einen feinen Angriff legten die Gersweiler Jungs in der 23. Minute aufs Parkett, das finale Zuspiel von Joel Margardt klärten die Gäste vor Joel Schneider gerade noch zur Ecke. Diese kam sehr gut, Florian Fuchs scheiterte mit seinem Kopfstoß knapp.

Zwei weitere Ecken segelten ebenfalls brandgefährlich vor das Gehäuse, zunächst kam Florian Fuchs nicht ran an die Kugel, dann scheiterte er mit dem Kopf am Pfosten (26.). Bereits in dieser Phase hätte die Führung deutlich höher ausfallen können und es sollte noch manches liegen bleiben im allzu vertrauten Fahrkarten-Stil. In Sachen Chancenverwertung besteht enormer Reparaturbedarf.

Gabriel Stieglitz scheiterte mit strammem Schuss am aufmerksamen und gut reagierenden Schlussmann der Gäste (29.), Florian Fuchs wollte alleine vor diesem einen Tunnel anbringen, scheiterte ebenfalls (30.). Auch Marius Kneip konnte aus guter Position das Runde nicht im Eckigen versenken, zielte zu mittig (31.).

Defensiv hatte man noch so gut wie gar nichts zu tun. Die wenigen harmlosen Vorstöße der Gäste wurden allesamt gut verteidigt und vom eigenen Tor weggehalten. Zeit sich dem früh ausgeschiedenen Kapitän zu widmen: „Das muschde uff jede Fall näje lasse!“ - „Vun wem danne?“ - „Mei Oma kinnds mache, fier e Kaschde!“

Richtig dick auch die Gelegenheit von Gabriel Stieglitz in der 37. Minute. Florian Fuchs hatte von der Grundlinie super serviert, der Abschluss mit Schmackes aber leider wieder zu unplatziert, erneut konnte der Torsteher mit starker Reaktion klären.

Jetzt kam man so langsam in den wenn-sich-das-mal-nicht-rächt-Modus. Viel zu fahrlässig war man erneut mit einer Vielzahl bester Einschussmöglichkeiten umgegangen. Immerhin war auf Florian Fuchs Verlass, der einen klasse Steilpass des stark spielenden Joel Schneider souverän veredeln konnte. Das 2:0, gleichzeitig der Halbzeitstand.

Leider musste Marius Kneip angeschlagen das Feld verlassen. Ohne dessen pfeilschnelle Läufe war nun eine andere Herangehensweise gefragt. Doch auch das funktionierte zunächst tip top. Stark gespielt wurde ein Angriff über etliche Stationen, Florian Fuchs legte perfekt zurück auf Gabriel Stieglitz, der trocken ins Eck verwandelte (50.).

Eine Serie weiterer Angriffe wurde gefahren, allesamt vielversprechend, allesamt ohne Ertrag. Haushoch überlegen waren die Grün-Weißen, lediglich weitere Torerfolge wollten sich nicht einstellen. Für Irritation am Spielfeldrand sorgte eine Dauer-Foulspieler der Gäste indes: „Die kinne gar nix, merge na das nid?“ Verdienter Lohn für diese indisponierte Äußerung, seine zeitnahe Auswechselung.

Vorne traf der SVG 2 die Kiste nicht, hinten sehr wohl. Mit einem Eigentor brachte man die Rockershausener tatsächlich noch mal zurück ins Spiel wie es schien (62.). Doch bloß eine Minute später war es Florian Fuchs, der die richtige Antwort parat hatte und dies nach Vorankündigung in der Halbzeitpause; „Eckes, heid mach ich glaawich noch e Koppballdoor!“. Gesagt, getan. Nach einer Ecke landete sein platzierter Kopfstoß unhaltbar in den Maschen (63.).

Sebastian Jenneweins Distanzschuss schlug dann auch noch ein, 5:1 stand es nun, da war wohl alles klar dachten sich die Herren. Mitnichten. Die Gäste hatten einen Problembär im Angriff. Trotz vorheriger Hinweise auf diesen ließ man ihn gewähren. Binnen zwei Minuten fackelte Markus Kerner nicht lange, beide Male schlugen seine Abschlüsse im Gersweiler Gehäuse ein(73., 75.), nur noch 5:3 und ein immer zappeligerer SVG 2 nun.

Es durfte also tatsächlich noch tüchtig gezittert werden, zumal nun nach vorne nicht mehr so flüssig und zielstrebig agiert wurde. Kurz vor Schluss war Joel Schneider mit einem beherzten Lauf auf und davon, wurde hübsch sachlich im Sechzehner abgegrätscht, kein Pfiff, stattdessen Gelb für einen ob dessen aus dem Sattel gehenden Trainer (88.). Mea culpa…

Sven Blum musste überdies die Anschlussaktion heraus eilend klären, das war richtig gefährlich und richtig mies verteidigt von seinen Vorderleuten. Und noch einmal schlug es hinter ihm ein. Wieder war Markus Kerner erfolgreich, dessen Tor allerdings wegen vermeintlicher Abseitsstellung keine Anerkennung fand (91.). Glück gehabt, der Ball kam von einem Grün-Weißen, kann man ja mal mitnehmen.

Viel gebracht hätte der Treffer eh nicht, gleich darauf machte der Schlusspfiff einer unterhaltsamen und über weite Strecken vom SVG 2 deutlich dominieren Partie den Garaus. Mit Spielfreude und Zielstrebigkeit war man lange unterwegs, zum Schluss jedoch hat die Mannschaft sich in Sicherheit wiegen lassen und zu naiv agiert. Das muss noch besser werden.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 03. November um 12:45 Uhr in Fechingen

SV Gersweiler 2:

Sebastian Otinjac (Sven Blum) – Yannick Sonnhalter – Daniel Weber – Christoph Conrad – Nicolas Volz – Gabriel Stieglitz – Joel Margardt (Sebastian Jennewein) – Dominik Gales (Heinrich Bauersfeld) – Marius Kneip (Michael Zacher) – Joel Schneider – Florian Fuchs

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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