Kreisliga A Südsaar: FC Kandil 2 – SV Gersweiler 2 1:3 (0:1)

Zuschauer: 80

Den Dreier eingetütet – Mund abputzen, Köfte genießen

Schläfrig und mit zu vielen Fehlern im Aufbauspiel agierte der SVG 2 in weiten Teilen, vornehmlich im ersten Abschnitt. In Halbzeit zwei wurde es besser, ohne dass die Partie allzu sehr Fahrt aufnahm. Immerhin ergaben sich nun Chancen in deutlich größerer Zahl, die des öfteren allerdings einmal mehr im großen Stil verhühnert wurden.

Vor Beginn der Partie konnte ein erster neugieriger und vorfreudiger Blick auf die Köfteproduktion geworfen werden. Emsig war man bei den Kandiler Freunden am Werk die begehrte Ware in Form zu bringen. Den bereits vor Ort befindlichen Gersweiler Kiebitzen lief das Wasser im Mund zusammen.

Ob dies auch bei Betrachtung der anstehenden Spitzenpartie der Kreisliga A-Südsaar der Fall sein würde durfte zumindest kurz vor Start der Begegnung bezweifelt werden. Fahrig wirkte jedenfalls der SVG 2 im Vorfeld, Konzentrationsmängel offenbarten sich scheinbar. Man durfte gespannt sein.

Über Abschnitt eins der Partie darf tatsächlich und einigermaßen getrost der Mantel des Schweigens gehüllt werden. Die beiden in tabellarischer Lauerstellung befindlichen Kontrahenten boten eine oft Fehler behaftete und entsprechend unansehnliche Vorstellung. Vor allem bei den Grün-Weißen gelang wenig in der Offensive und hinten gewährte man dem FC Kandil viel zu viele Freiräume, hatte in der einen oder anderen Szene Glück, dass die Heimelf mit ihren Möglichkeiten so überhaupt nichts anzufangen wusste.

Wäre nicht die Schlussminute der 1. Halbzeit gewesen, könnte man einen großen Haken unter das bis dato gezeigte machen. Doch in eben dieser fuhr der SVG 2 einen flotten und endlich auch zielführenden Konter. Den finalen Pass spielte Sebastian Jennewein auf den pfeilschnellen Marius „Ramelow“ Kneib, der das etwas arg steile Zuspiel in unnachahmlicher Manier erlief, den herauseilenden Torhüter umkurvte und ins verwaiste Tor zur Führung traf. Der Dosenöffner nach einer sehr überschaubaren Darbietung bis dahin.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer eine nun früh attackierende Heimmannschaft. Dem SVG 2 spielte dies jedoch durchaus in die Karten. Hinten behielt man weitestgehend die Ruhe, ließ wenig anbrennen, nach vorne ergaben sich nun jede Menge vielversprechender Umschaltmöglichkeiten.

Marius Kneib war nach einem dieser Konter über die rechte Seite auf und davon geeilt und hatte mit schöner Flanke Sebastian Jennewein bedient. Dessen Kopfstoß frei vor dem Tor stehend geriet jedoch deutlich fehl und strich vorbei (54.). Das große Manko weiterhin: der unnachahmliche Chancenwucher.

Schließlich wurde es für eine Weile vogelwild in der Gersweiler Defensive, urplötzlich bot man Kandil viel zu viele Räume, fehlpasste um die Wette. Die Grün-Weißen Halodries zwischenzeitlich außer Rand und Band. Aus dem Rückraum geschossen strich ein Schuss haarbreit am Kasten vorbei (63.). Da hatte man noch mal Glück gehabt. Doch kurz darauf war es soweit. Unglücklich bugsierte sich der junge Torsteher des SVG 2 nach einer Ecke die Kugel ins eigene Gehäuse. Der Ausgleich (65.).

Doch nun bekam die Gersweiler Elf das Geschehen nach und nach wieder in den Griff und wurde belohnt. Toll gespielt der Angriff in der 68. Minute. Marius Kneib war erneut nicht zu stoppen, seine Flanke erreichte Florian Fuchs, der sich wenige Meter vor dem Kasten nicht zwei mal bitten ließ und zur erneute Führung vollstreckte.

Kandil offenbarte in der Folge Abwehrlücken so groß wie die Wahlversprechen von Politikern. Doch die Gersweiler Jungs übertrafen sich nun munter im Vergeben der dicksten Torgelegenheiten. So etwa Sebastian Jennewein und Joel Schneider, die wenige Meter vor des Gegners Kasten zu unentschlossen zu Werke gingen und eine Dicke Chance verstreichen ließen (72.).

Die Heimelf mit wütenden Angriffen, aber ebenfalls mit jeder Menge Fahrkarten, so auch in der Folgeminute, als ein Heimschläfer die Kugel aus bester Position vorbei bolzte. Im Nachfassen griff sich wenig später Daniel Giesbrecht den Ball, ein Stürmer spritzte dazwischen und drin das Ding (78.). Denkste, der Gersweiler Torsteher hatte die Hand am Spielgerät, richtig die Entscheidung, kein Tor.

Richtig kapital die nächste Möglichkeit für die Gäste. Florian Fuchs hatte den völlig frei stehenden Sebastian Jennewein bedient, der aus kürzester Distanz den Ball nicht über die Linie brachte (80.). Ob sich das noch rächen sollte? Nein. Nur drei Minuten nach dieser Szene war erneut Marius Kneib vom Gegner nicht zu fassen. Sein Zuspiel akkurat und kein Problem für Florian Fuchs dieses zur Entscheidung zu finalisieren.

Hinten heraus passierte nichts mehr. Die Gastgeber hatte nun die Waffen gestreckt, der SVG 2 spielte den wichtigen Auswärtserfolg in Ruhe herunter. Schwamm drüber über eine sehr dürftige Vorstellung im ersten Abschnitt, immerhin hat man sich verdient bei einem direkten Konkurrenten um die vorderen Plätze behaupten können. Das hat doch was.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 15. März um 13:15 Uhr gegen SV Ritterstraße 2

SV Gersweiler 2:

Daniel Giesbrecht – Jannik Braun – Christoph Conrad – Adriano Azzaretto – Dominik Gales – Marius Kneib – Sofiane Hadj Mohand – Joel Margardt – Sami Aliyazdi (Joel Schneider) – Sebastian Jennewein (Lukas Brockhoff) – Florian Fuchs

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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