Kreisliga A Südsaar: FC St. Arnual 2 – SV Gersweiler 2 1:2 (1:0)

Kreisliga A Südsaar

Zuschauer: 100

Zittersieg in „Daarle“

Erheblich schwer hat sich die Zweite des SVG auf dem St. Arnualer Wackenberg getan. Nach schwacher erster Hälfte und einem verdienten Rückstand haben sich die Grün-Weißen nach dem Seitenwechsel zumindest ein wenig berappelt und drehten die insgesamt mäßig ansprechende Partie noch zu Ihren Gunsten.

Bei herrlichen, wenngleich etwas nieder temperierten äußeren Bedingungen und strahlendem Sonnenschein durfte die Grün-Weiße Reserve nach langer Winterpause endlich wieder den Spielbetrieb und ihre Mission Meisterschaft aufnehmen. Begleitet wurde die Truppe von etlichen Gersweiler Kiebitzen. Gleich zwei Runde Tische hatten sich diese unter anderem ergattert und waren zudem bestens bedient im gastlichen „Daarle“.

Feldüberlegen kam die Gersweiler Mannschaft zunächst daher. Doch aus dieser optischen Dominanz resultierte nicht eine einzige gefährlich Annäherung ans Gehäuse der verhalten startenden Gastgeber. Gefährlicher hingegen die steten Annäherungen der Anhängerschaft an den dicht besiedelten ClubheimtresenDspilld!“ - „Hasche de Lautre Juppe anzieje wolle?“ - „Denne han ich schun angehad beim rausgehn!“

Gänzlich ereignisarm das Spiel in der ersten halben Stunde. Die Gastgeber mischten nun auch halbgar mit, im Mittelfeld wurde ziellos umhergebolzt beiderseits. Insbesondere aus Sicht des ambitionierten SVG 2 ein enttäuschender Auftritt bis dato.

Der guten Stimmung an Runden Tisch – Duett tat dies keinen Abbruch, da musste schon mehr passieren: „De Manne kummd, machen eich mol all bräd odda raume änna Disch weg!“

Auf dem Grün passierte dann tatsächlich etwas. Ein Foulelfmeter war fällig und zwar für die St. Arnualer Zweitvertretung (35.). Humorlos konnten die Begünstigten diesen zur Führung und gleichzeitig dem Halbzeitstand verwandeln, da es der SVG 2 fertig brachte den ersten Abschnitt mit einem einzigen Torschuss zu absolvieren, den Joel Schneider unmittelbar vor dem Pausenpfiff vom Sechzehner in die Arme des unterbeschäftigten Torstehers bugsierte. Es gab einigen Redebedarf, die Truppe musste aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Erst einmal hatten die Gersweiler Spieler ein Weilchen Zeit sich von Ihrem Trauma zu erholen, dass ein Ball in ihre Nähe gekommen war.

Kaum war das Spiel wieder angelaufen, da durften sich die Grün-Weißen bei ihrem Handschuhbeauftragten bedanken. Daniel „Giesi“ Giesbrecht lenkte mit starker Parade einen durchaus platzierten Schuss gerade noch so über den Querbalken (48.).

Doch im Anschluss an diese Szene war urplötzlich eine Veränderung im Auftritt der Gäste zu erkennen. Endlich hatten diese ebenfalls den Spielbetrieb aufgenommen und spielten nun wesentlich zielstrebiger nach vorne. Im Nachgang einer eigentlich schon verdaddelten Ecke landete die Kugel vor den Schlappen des im Rückraum positionierten Dario Dima, dessen Schuss von einem Heimschläfer unhaltbar abgefälscht zum Ausgleich in den Maschen landete (52.).

„Warum jubeld dann känna?“ - „Gugg Dich hie mo um am Disch! Mensche do had änna ebbes midgridd?“

Die Gersweiler Jungs blieben nun dran, ohne allzu überzeugend zu agieren, da die meisten offensiven Zuspiele weiterhin Sechser-im-Lotto-Niveau hatten, ein Tor daher fast so wahrscheinlich wie die Entdeckung von Leben auf dem Mars.

Dann musste halt der gut leitende Schiedsrichter als Geburtshelfer Pate stehen. In der 58. Minute der nun abwechslungsreicher und giftiger werdenden Begegnung entschied dieser völlig berechtigt auf Foulelfmeter für den SVG 2. Max Zaruba ließ sich nicht zwei mal bitten und traf platziert zur Führung. Die Grün-Weißen hatten das Spiel gedreht.

Nun musste man sich aber wütender Attacken der Gastgeber erwehren, die Dampf machten und den Ausgleich wollten. Glücklich rettete sich die Mannschaft von Timmi Wilhelm in die Schlussphase, die es in sich hatte, denn nun stellten sich ein paar hübsche Hahnenkämpfe ein, den Zuschauern war Kurzweil geboten nach einer lange schwergängigen Begegnung.

Am dicksten überzog hier der Torhüher der St. Arnualer Reserve dem in einem letzten Tumult wohl die Sicherungen durchbrannten. Rot die Konsequenz und nur wenig später der Schlusspfiff.

Mit einigem Dusel haben die Grün-Weißen drei wichtige Punkte auf der Habenseite verbucht. Doch dem Vernehmen nach muss dringend die Einstellung und die magere Trainingsbeteiligung überdacht werden. So wird es sonst nichts mit dem selbst gesetzten Ziel.

Nächstes Spiel: Sonntag, den 13. März um 13:15 Uhr in Altenwald

SV Gersweiler 2:

Daniel Giesbrecht – Dario Dima – Sofiane Hadj Mohand – Christian Pfiffer – Nico Volz – Philipp Bingert – Jannik Braun – Dzelil Serifoski (Joel Schneider) – Dominik Gales – Timmi Wilhelm (Dennis Peters) – Max Zaruba (Noel Käfer)

Eckhard Dewes

Pressestelle SV Gersweiler

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